Christian Schmid ist ein Schweizer Mundartspezialist, Autor, Publizist und Performer. Seine wichtigsten Publikationen sind "Botzheiterefaane", "Blas mer i d Schue", "Näbenusse" und "Da hast du den Salat".

Mir stinkts - 50 Redensarten und ihre Geschichten, Cosmos Verlag Muri b. Bern, 2017

ISBN 978-3-305-00452-2

Eim d Chappe wäsche, däm chalberet no dr Schitstock, das geit wi imene hölzige Himel, fiischter wi inere Chue, z tüe haa wi Mischthans am Hochzit. Woher stammen diese Redensarten. Christian Schmid erzählt in 50 Geschichten von der interessanten, manchmal auch witzigen oder gar skurrilen Herkunft der bildhaften Ausdrücke. Redensarten entstehen irgendwann, irgendwo, breiten sich über ein kleineres oder grösseres Gebiet aus und werden manchmal über Hunderte von Jahren wie ein Sprachschatz von einer Generation zur nächsten weitergereicht.

Die Geschichten machen uns Spass, weil sie ein Rätsel lösen, weil sie etwas ins Licht rücken, das man zwar braucht, das aber dennoch halb im Dunkeln liegt. "Mir stinkts" ist der zweite Redensarten-Band. "Blas mer i d Schue", der erste, war monatelang in der Bestsellerliste und hat sich zu einem Longseller entwickelt.

"Mir stinkts" war im Oktober 2017 in der Bestsellerliste des Buchzentrums (Hardcover) auf Platz 9.

"Mir stinkts" ist in den Top Ten der Bestsellerliste Schweizer Verlage des SBVV (Woche 40-43 2017).

Christian Schmid - Da hast du den Salat

Da hast du den Salat, Cosmos Verlag Muri b. Bern, 2016

ISBN 978-3-305-00451-5

In Teufels Küche kommen, jemanden in die Pfanne hauen, einen Sprung in der Schüssel haben, chasch mer am Gätzi rätsche. Zahlreiche Redensarten entstammen der Küchensprache, genauso wie der Erbsenzähler, die trübe Tasse und die Gigelisuppe.

Von der Sprache und der Kultur der Küche handelt dieses Buch. Christian Schmid, Autor von Bestsellern wie «Botzheiterefaane » und «Blas mer i d Schue», gibt uns einen tiefen Einblick in die Geschichte unserer Küche, des Kochens und des Essens von der Zeit, als man noch auf dem offenen Feuer kochte, bis heute. Was ist ein Liebesapfel? Eine welsche Suppe? Ein Halunkensalat? Kennen Sie die Geschichte des Schneebesens? Vergnügt streift man durch diese Geschichten. Und wer gerne kocht, freut sich über die vielen alten Rezepte: Schokoladensuppe, Hasenohrensalat …

"Das Buch ist voller Geschichten, es hat zahlreiche Rezepte, die, wer dazu Lust hat, nachkochen kann. Man stolpert bei der Lektüre von einem Aha-Erlebnis zum nächsten, erfährt woher diese oder jene Redewendung kommt, die man, ohne viel darüber nachzudenken, im Alltag nutzt. Ich habe 'Da hast du den Salat' in einem Zug gelesen im übertragenen und im wörtlichen Sinne, auf der Fahrt von Basel nach Domodossola."

Link zu "Wie Teufels Küche unsere Sprache prägte" von SRF2

Werner Ryser, Autor von "Walliser Totentanz", in: akzent magazin 2 2016

Nbenusse - Roman von Christian Schmid

Näbenusse, Cosmos Verlag Muri b. Bern, 2015

ISBN 978-3-305-00438-6

Dass Christian Schmid ein brillanter Erzähler ist, zeigt sich immer wieder bei seinen Auftritten und in seinen Büchern, zuletzt im Bestseller „Blas mer i d Schue“. Jetzt folgt ein weiterer Leckerbissen: die Mundartfassung seines Romans „Nebenaussen“, der 2002 auf Hochdeutsch (Cosmos Verlag) und 2005 auf Französisch (Editions d’en bas) erschienen ist.

Les Bornes, ein Weiler zuhinterst in der Ajoie Anfang der Fünfzigerjahre. Sichtbar ist nur die Landesgrenze. Doch es gibt auch die Grenzen zwischen Bernern und Jurassiern, Deutsch und Welsch, protestantisch und katholisch, Männern und Frauen, Erwachsenen und Kindern. Einige lassen sich leicht überschreiten, andere nur mit Mühe oder gar nicht. In dieser Welt „näbenusse“ erwacht ein Kind zur Sprache, zum Begreifen und zum Ahnen.

„Das Buch hat mir grossen Eindruck gemacht. Ich finde, es ist eines der schönsten Bücher in der neueren Schweizer Literatur.“ Ernst Burren

Link zur Schnabelweid "Näbenusse" von SRF1

"Näbenusse"-Wanderung auf dem Pfannenstiel Wanderblog.

Näbenusse-CD (ISBN 978-3-305-00439-3), gelesen von Christian Schmid:

Nbenusse - Gelesen vom Autor Christian Schmid

Blas mer i d Schue von Christian Schmid

Blas mer i d Schue, Cosmos Verlag Muri b. Bern, 2013, 5. Auflage

ISBN 978-3-305-00437-9

„Em Tüüfel ab em Chare gheit."

"Mit däm isch nid guet Chiirschi ässe."

"Das geit uf ke Chuehut."

"Suuffe win e Bürschtebinder."

"Es isch gnue Höi dunger.“

Woher stammen diese Redensarten? Christian Schmid führt uns in seinem neuen Buch in die faszinierende Bildergalerie der Sprache. Er erläutert Herkunft und Bedeutung von 75 Redensarten und füllt damit eine Lücke im Büchergestell: Erstmals gibt es nun ein Werk, das mundartliche Redensarten nicht nur sammelt, sondern auch erklärt, woher sie kommen. Im Internet wird in Bezug auf Redewendungen viel behauptet, viel Falsches zumal, und nichts belegt. Christian Schmid hingegen belegt, was er erklärt, vom ersten ihm bekannten Beleg – viele Belege stammen aus dem späten Mittelalter – bis heute. Seine 75 Geschichten geben lustvoll Antworten auf viele Fragen und zeigen, wie packend das Abenteuer Sprache ist.

Stuune - Neue Wortgeschichten - Christian Schmid

stuune, neue Wortgeschichten, Cosmos Verlag, Muri b. Bern, 2011

ISBN 978-3-305-00436-2

Was hat eine Giraffe mit einem Affen zu tun? Was ist ein Halunggesalat? Ein Anketanz? Ein Treppenwitz? Christian Schmid, der brillante Erzähler und Sprachforscher, der Ernsthaftigkeit mit Humor verbindet, beweist stets von neuem, wie spannend die Welt der Wörter ist: in seinen Büchern – zuletzt im Bestseller „Botzheiterefaane“ – oder in der Sendung „Schnabelweid“ auf Schweizer Radio DRS 1, wo Hörerinnen und Hörer nach der Herkunft und Bedeutung von Wörtern und Ausdrücken aus den Mundarten und dem Hochdeutschen fragen. Auch im neuen Buch geht es nicht um nackte Herkunfts- und Bedeutungserklärungen, sondern um Geschichten, welche die Existenz von Wörtern ausführlicher erörtern, als es in einem etymologischen Wörterbuch oder am Radio möglich ist. Manche Wortgeschichte ist eine kleine Kulturgeschichte. Machte ein Italiener vor fünfhundert Jahren dasselbe wie wir heute, wenn er insalata zubereitete?

Botzheiterefaan - Wortgeschichten aus Schnabelweid und Mailbox von DRS 1 von Christian Schmid

Botzheiterefaane, Wortgeschichten aus Mailbox und Schnabelweid, Cosmos Verlag Muri b. Bern, 2007

ISBN 978-3-305-00408-9 (vergriffen)

Was ist eine Schlottergotte? Ein Häftlimacher? Weshalb kichern Erbsen? Was hat der Käse im Fleischkäse zu suchen? Warum ist es höchste Eisenbahn?

Seit vielen Jahren fragen Hörerinnen und Hörer in den Sendungen Schnabelweid und Mailbox auf Schweizer Radio DRS 1 nach der Herkunft und der Bedeutung von Wörtern und Ausdrücken aus den Mundarten und dem Hochdeutschen.

Christian Schmids Wortgeschichten gehen von diesen Fragen aus, sind aber nie nur nackte Herkunfts- und Bedeutungserklärungen, sondern Geschichten, die diese Bezeichnung verdienen.

              

D Prinzssin uf em rbsli

D Prinzässin uf em Ärbsli, u angeri Määrli, Cosmos Verlag Muri b. Bern, 2005

ISBN 978-3-305-00407-2

Ist Andersen auf Berndeutsch fremder als auf Hochdeutsch? Im Gegenteil! Da Hans Christian Andersen in seinen Märchen, besonders in der direkten Rede, einen sehr mündlichen Stil pflegt, wirkt eine mundartlichen Umsetzung viel lebendiger als eine in gedrechseltem Hochdeutsch."Ich habe eine Riesenfreude an diesen Märchen, weil sie sich so wunderbar lesen lassen und weil alle Leute, denen ich sie vorlese, wie verzaubert sind", sagt Christian Schmid, bei Schweizer Radio DRS1 der Mann für die Mundart. "D Prinzässin uf em Ärbsli", "Em Keiser sini nöie Chleider", "Ds Meiteli mit de Schwäfuhöuzli" und zwölf weitere Andersen-Märchen hat Schmid ins Berndeutsche übertragen.Das Buch ist in Schweizer Mundart (Bärndütsch)

Dazu die CD (ISBN 978-3-305-00409-6): Ds Meerjümpferli, gelesen von Silvia Jost

Ds Meerjmpferli von Christian Schmid nach Hans Christian Andersen gelesen von Silvia Jost

Durchs wilde Wortistan von Christian Schmid

Durchs wilde Wortistan, Unterwegs in der Welt der Wörter, Cosmos Verlag Muri b. Bern, 2004

ISBN 3-305-00406-1 (vergriffen)

Auf dieser einzigartigen Reise in die Welt der Wörter beantwortet Christian Schmid von Schweizer Radio DRS1 nicht nur Fragen wie "Seit wann restaurieren wir uns im Restaurant?" oder "Wie kam die Milch auf die Milchstrasse?", wir erfahren auch, was "Flügeli fasse" heisst, wer zum "Hoselade chöje" verdammt ist oder wie man Zahnschmerzen vernagelt ...

Das Buch unterscheidet sich von anderen Büchern mit Wortgeschichten dreifach: Christian Schmid erzählt nicht Geschichten über einzelne Wörter, sondern Geschichten über Wörter, die thematisch zusammengehören. Wörter und die Geschichten, in denen sie vorkommen, haben ja wie Menschen miteinander zu tun oder sind sogar miteinander verwandt.

Das Buch beschränkt sich nicht aufs Hochdeutsche. Christian Schmid gibt auch den Mundarten, vor allem den schweizerdeutschen, viel Raum. Zudem macht er oft Abstecher ins Englische, Holländische und Schwedische, ins Französische, Italienische und Spanische und in andere Sprachen. Wortgeschichten sind ein sehr heilsames Mittel gegen ein zu enges nationales oder regionales Sprachdenken. Drittens sind diese Wortgeschichten Ausflüge in die Kulturgeschichte. Da erfahren wir etwa im Kapitel "Seit wann restaurieren wir uns im Restaurant?" nicht nur, woher das Wort "Restaurant" kommt und wie es sich verändert hat, wir erhalten auch einen tiefen Einblick in die Geschichte des Gastgewerbes.

Nebenaussen von Christian Schmid

Nebenaussen, Cosmos Verlag Muri b. Bern, 2002

ISBN 978-3-305-00405-8

Les Bornes zuhinterst in der Ajoie: Ein stilles, abseitiges Paradies ohne Ausweg - eine Welt "näbenuss". Hier erwacht ein Kind zur Sprache, zum Begreifen und zum Ahnen. Eine Liebeserklärung an den Rand und zugleich ein Zeitdokument. Anfang der Fünfzigerjahre lebte das junge Grenzwächterehepaar Schmid, beide aus dem Berner Worblental stammend, mit seinen zwei Knaben im Weiler Les Bornes, der auf Deutsch "Die Grenzsteine" hiesse. Die Welt von Les Bornes, die erinnert, erfunden und erzählt wird, eine Welt kurz nach dem Krieg und kurz vor dem grossen Aufschwung, ist voll Grenzen. Sichtbar, wenigstens streckenweise, ist nur die Landesgrenze. Dennoch sind die anderen nicht weniger fühlbar, zum Beispiel jene zwischen Bernern und Jurassiern, zwischen Deutsch und Welsch, zwischen katholisch und protestantisch, zwischen Männern und Frauen, zwischen Erwachsenen und Kindern - zwischen uns und ihnen. Einige lassen sich leicht überschreiten, andere nur mit Mühe oder gar nicht.

Dazu die französische Übersetzung von Eduard Höllmüller:

Aux Bornes, Editions d'en bas Lausanne, 2005:

"La figure du père, fonctionnaire éclairé, campe ce que l’on pourrait appeler l’homme de bonne volonté, placé entre les préjugés et à l’arrogance de l’administration bernoise (ach ! ces Welches !) d’un côté, les peurs, la méfiance et la haine des «colonisés» de l’autre.

Les prémices de la question jurassienne se dessinent alors avec netteté. Mais cette histoire s’accompagne, pour le père, et c’est là une belle originalité du texte, d’une trajectoire personnelle. En effet, méprisé par les paysans pour avoir voulu faire un apprentissage de commerce, donc trahir sa caste, et n’ayant finalement trouvé d’emploi qu’aux douanes fédérales, le père est considéré de haut par ceux parmi lesquels il a passé son enfance. Fonctionnaire, vraiment ?

Pouah ! Vers la fin du livre, le père retourne en Suisse alémanique chez un de ces gros paysans, Fritz Stettler, et s’explique avec lui. Il prend alors conscience de son propre parcours, qui l’a conduit à l’émancipation : 

«Une chose devint claire à papa tandis qu’il s’approchait de la ferme de Fritz Stettler : en quittant ce monde qui était le sien, il s’était affranchi de sa hiérarchie. Ce que Fritz pouvait penser de lui ne le touchait plus. Il était garde-frontière,fonctionnaire fédéral, et gagnait sa vie et celle des siens. Dans le Jura, la frontière entre l’assimilation et le rejet était peut-être encore plus nette pour le Suisse allemand qu’il était, voire moins sûre à plus d’un titre, et pourtant il s’y sentait plus libre. Il ne devait pas faire la cour à ce despotisme paysan. […] Il pouvait vivre avec ces frontières-là dès lors qu’il les avait reconnues, car elles lui permettaient d’avoir des relations personnelles sur un terrain neutre, loin des préjugés ancestraux» (p. 178). 

L’exil comme clé de la liberté, et l’éloignement du terreau ancestral comme condition de la lucidité."

Catherine Dubuis: Fécondité des bornes (Domaine public, 13 janvier 2006)