Christian Schmid ist ein Schweizer Mundartspezialist, Autor, Publizist und Performer. Seine wichtigsten Publikationen sind "Botzheiterefaane", "Blas mer i d Schue", "Näbenusse" und "Da hast du den Salat".

Erzählen und Vorlesen:

"Nur die allergrössten Kälber wählen ihren Metzger selber"Tiere, vor allem unsere Nutz- und Haustiere, spielen in unserer Sprache eine sehr grosse Rolle. Wir leben ja seit Tausenden von Jahren mit ihnen zusammen. Vor zweihundert Jahren war das Pferd das wichtigste Zug- und Lasttier und es gab wohl mehr Pferde als Menschen. Das ist heute noch in unsere Sprache eingeschrieben, obwohl wir das kaum merken. Wir sagen anspornen, sattelfest, aus dem Stegreif, Pferdegebiss, jemanden für eine Sache eoinspannen, das Fuder überladen. Zum Schimpfen und Beleidigen eignen sich Pferd und Katze nicht gut, wohl aber Schwein, Kuh, Huhn und Hund: dummes Huhn, blöde Kuh, Fettsau, fauler Hund. In vielen Redensarten kommen Tiere vor: ein blindes Huhn findet auch einmal ein Korn, drischiesse win e Muni in e Chrishuuffe, den Karren vor das Ross spannen, da liegt der Hund begraben, das isch d Chatz gschtrouhäumlet. Wie war das mit den Kühen und den Schwerizern, wie lebten die Hunde der Herren und die Hunde der UNtertanen im Mittelalter? Zum Thema "unsere Tiere in der Sprache" lassen sich unendlich viele Geschichten erzählen, lustige, ernste, interessante und skurrile.

"Häbet nech am Huet. E Chiflete!": Wir reden alle Mundart im Alltag, wir haben eine lebendige Mundartwortkunst, aber wir sprechen nicht mehr über Mundart. Auf alles, was mit der Mundart geschieht, haben wir eine stereotype Antwort: "Sprachen verändern sich halt!" Wir hätscheln unsere eigene Mundart, andere interessieren uns kaum oder nicht. Diese Verliebtheit hat keinen Boden, denn wir wissen nicht mehr zu unterscheiden zwischen guter und schlechter Mundart. Aus der Schule ist sie verbannt, an der Universität interessiert sie nur noch Sprachwissenschaftler; in der Literaturwissenschaft kommt sie ganz, ganz am Rand vor. Eine echte Mundartkultur, aus der eine Tradition entstehen könnte, wäre bitter nötig!

Ein Thema zum Diskutieren und Streiten!

"Da hast du den Salat": Geschichten zur Sprache und Kultur der Küche. Mit diesem Buch kommt man in Teufels Küche. Es eignet sich sehr gut für Buch-und-Bauch-Anlässe mit Erzählen und Essen. Buch-und-Bauch-Anlässe fanden bereits statt in der Krone Diessenhofen (mehrmals), im Rössli Illnau (zweimal), im Theater La Marotte Affoltern am Albis, im Hotel Beatus Merligen, im Hotel Rosenlaui, im Sahlihuus Wabern, in der Krone Hittisau (Bregenzer Wald), im Gasthof Krone Laupersdorf (zweimal), im Weinbaumuseum Hallau, im Restaurant zur Säge Selzach

«Peter Bader und seine Crew vom Gasthaus Krone kochte das passende Menu und Christian Schmid unterhielt das Publikum mit Geschichten zur Sprache und Kultur unserer Küche und des Essens. Die Symbiose gelang, waren doch an zwei Abenden – kurzfristig wurde ein Zusatzabend angefügt - insgesamt 185 Gäste anwesend.»

Rudolf Schnyder in der Solothurner Zeitung vom 24.1.2017 über zwei Abende in der Krone Laupersdorf

"Blas mer i d Schue": Redensarten und ihre Geschichten; abwechslungsreich, spannend und witzig.

"Einen Volltreffer landete die Volkshochschule Wynental mit dem Vortrag von Christian Schmid. Der Autor, Publizist und ehemalige Redaktor der Mundartsendung "Schnabelweid" im Schweizer Radio DRS1 fesselte das Publikum mit seinen Geschichten rund um Sprichwörter und Redensarten. Gewöhnlich setzt der Spruch "Blas mer i d Schue" einem Gespräch ein jähes Ende. Der eine rauscht davon, der andere bleibt zurück wie ein begossener Pudel und die Stimmung ist im Eimer. Nicht so bei Christian Schmid. Rund hundert Besucher hat der Titel seines Buches  nicht abgeschreckt, sondern angelockt. Das Ende des Vortrags kam zwar viel zu schnell, doch hinterliess Christian Schmid anstelle begossener Pudel begeisterte Zuhörer, die vom Fragen gar nicht genug bekommen konnten."

Zusammen mit dem Gitarristen Christoph Greuter und seiner neuen CD "Aseweg" (s. unten) gibt das eine besonders vergnügliche Lesung mit Musik.

"Die aufmerksamen Zuhörer erfuhren Erstaunliches über die Quellen unserer mit Redensarten reich geschmückten Umgangssprache. [...] Christian Schmid verstand es trefflich, die Gäste mit seinen lebhaften und interessanten Ausführungen zu faszinieren."

Marion Preuss im Boten vom Untersee und Rhein  

Evelyn Pesentheiner in der Aargauer Zeitung

"Christian Schmids Erzählkunst und sein Humor wirken ansteckend  - Meine Lust, Redensarten wieder in den aktiven Wortschatz aufzunehmen und sie weiterzugeben, ist jedenfalls geweckt."

Verena Wydler im Stadler Dorfblatt

"Christian Schmid vermag die Worte mit Leben zu füllen und er ist voll in seinem Element, wenn er die Freude an der Sprache mit anderen Menschen teilen kann."

Marlies Reutimann im Zürcher Unterländer vom 22.3.2019

"Näbenusse": Geschichten vom Aufwachsen am Rand der Schweiz; heiter und besinnlich, ehrlich, ohne die Vergangenheit zu verklären.

Mit der bildhaften Erzählweise Schmids und der lautmalerischen Begleitung Greuters gelingt es den beiden, das Publikum zu fesseln und gemeinsam ganz in die Welt des «Berner Kongos» einzutauchen. Die sinnliche Prägnanz der rauen jurassischen Natur vermag Schmid in seiner äusserst detailreichen, pointierten und gefühlvollen Sprache zu vermitteln. Der graue, kalte und alles überdeckende Nebel scheint sich nicht nur in den Nacken des kleinen Jungen Schmid einzukriechen, sondern lässt auch das Publikum ein wenig tschudderen und frösteln. Mit den surrealen Maultrommelklängen Greuters scheint der Nebel sich sogar im Burgbachkeller auszubreiten. 

Daniela  Herzog auf zentralplus.ch

«Grenzen können als einengend oder als befreiend erlebt werden. Für Christian Schmid trifft Zweiteres zu. Als Kind eines Grenzwächters wuchs er Anfang der Fünfzigerjahre in Les Bornes auf. Der heute zum Jura gehörende Ort war damals der äusserste Zipfel der bernischen Ajoie. Dort konnte der kleine Christian auf einem Grenzstein sitzen – mit einem Bein in der Schweiz, mit dem anderen in Frankreich. «Grenze», das war für ihn ein Gefühl, «nur drüber gehen zu müssen, um draussen zu sein.»
Doch nicht alle Grenzen liessen sich so leicht überwinden wie die sichtbare Landesgrenze. Da gab es noch die unsichtbaren zwischen Bernern und Jurassiern, Deutschschweizern und Welschen, Männern und Frauen, Protestanten und Katholiken und natürlich für ihn als Vorschulkind, die zwischen Erwachsenen und Kindern.
«Näbenusse» heisst das Buch, in dem er seine Kindheitserinnerungen als Sohn eines Grenzwächters niedergeschrieben hat. Es ist eine Welt, die es heute nicht mehr gibt. Eine stille Welt, in der es noch keine Waschmaschinen, Traktoren und Fernseher gab. «Damals, das ist wie Science Fiction in die falsche Richtung», erzählt er und schmunzelt. Was für viele heute eine «Nichtwelt» wäre, in der sie nicht mehr leben wollten, war für ihn als Kind «eine ganze Welt». Diese erweckt er für sein Publikum bildhaft zum Leben. Es ist die Rede von Nebeltagen, von den Ungereimtheiten der französischen Sprache, die ihn als Kind verwunderten, und vom grossen Dreschtag, der die Stille des Landlebens mit grossem Getöse durchbrach.»

Stephanie Schmid in der Wochen-Zeitung für das Emmental

"Botzheiterefaane" und "Stuune": Wörter und ihre Geschichten; abwechslungsreich, mit unerwarteten Pointen. 

"D Prinzässin uf em Ärbsli": Märchen von Hans Christian Andersen auf Berndeutsch, heiter und berührend, für Erwachsene und Kinder.


Erzählen und Vorlesen mit dem Gitarristen und Halszitherspieler Christoph Greuter: Alle obigen Programme sind möglich.

Der Musiker Christoph Greuter bereitet mit Gitarren, Halszithern und Maultrommel den musikalischen Teppich für Christian Schmids bildhafte Sprache. Schweizer Volksmusik wechselt sich mit amerikanischer Roots-Music ab, schlägt die Verbindungsbrücken zwischen den Leseblöcken oder war lautmalerische Begleitung der Geschichten.

Stephanie Schmid in der Wochen-Zeitung für das Emmental


Christoph Greuter mag den Mix zwischen Altem und Neuem, Traditionellem und Modernem, schweizerischer Volksmusik und amerikanischem Folk-Sound. Gekonnt greift er in die Saiten; mal gefühlvoll und harmonisch an einer alten Halszither zupfend, mal swingend und rauchig im Bottleneck-Stil auf einer kupfernen Resonatorgitarre. Greuter sorgt sowohl für die musikalische Verbindung der Geschichten als auch für deren stimmungsvolle Begleitung. Mit spielerisch leichten Tempiwechseln, Rhythmusvariationen und einer akzentuierten und gleitenden Dynamik tritt er in einen Dialog mit Schmid. Die Grenzen zwischen Musik und Sprache werden vermischt hin zu einem genialen Stimmungsbild.

Daniela Herzog auf zentralplus.ch


Wort-und-Musik-Programm EIGETS

mit: Neoländler: Susanne Jaberg: Geige, Halszither, Örgeli, singende Säge, Einhandflöte; Iris Keller: Gesang und Jutz, Geige, Häxeschit, Ukulele, Maultrommel; Thomas Keller: Halszither, Gitarre, Häxeschit, Mundharmonika; Lorenz Nejedly: Bassgitarre.

Was erleben Sie mit Eigets?

Sie hören, wie ein Häxeschit tönt; Sie erfahren, wie man mit einer Maultrommel Würmer los wird; Sie lassen sich von der herzbewegenden Direktheit der Naturjuuze berühren; Sie entdecken mit uns «Schpuure», hören die Geschichte der "Muutrumele" und walzern mit uns; Sie lassen sich von den mitreissenden Klängen der Halszither in die Renaissance entführen; Sie erleben, wie gefiedelte Geigen das Stillsitzen auf den Stühlen beinahe unmöglich machen; Sie tauchen ein in die vielseitigen Stimmungen traditioneller und neuer Lieder; Sie lassen sich tragen von unserem aus Musik und Worten gewobenen Teppich und begleiten uns auf unserer Reise entlang der Spuren und Geschichten der alpinen Volksmusik bis in die Gegenwart.

Stimmen zu EIGETS:

"Dem Zuhörer juckte das Bein, hüpfte das Herz, frohlockte das Ohr und lachte das Auge. [...] Im Laufe des Abends wurde die Musik mit Schmids poetischer und philosophischer Erzählkunst verwoben. Die pure Freude an Worten, an Redewendungen, an Sprachkunst verband sich mit der mal lüpfigen, mal sentimentalen oder melancholischen Musik. [...] Mit dem Engagement von 'Eigets' gelang der Kulturkommission (Alte Kirche Wohlenschwil) ein veritabler Coup."

Hans Oldani, Reussbote vom 27.6.2017

„Die Volksmusik (auch die Alternative, bloss ein bisschen weniger konsequent) kennt neben dem Rhythmus nur die Melodie, nicht aber den kompositorischen Kontrapunkt. Den setzt Christian Schmid mit seinen Geschichten, und das ist sehr, sehr berührend. Musik und bärntüütschi Spraach ergeben nicht nur ein wundervoll dichtes Gewebe, sondern auch eine Art von packendem Dialog (keine musikalische Untermalung oder gar „Filmmusik“) mit vielen, wohl dosierten Pointen und jenem Schuss Humor, der erst Ernsthaftigkeit ermöglicht.

Schmids Geschichten sind so poetisch, so lebensecht (gerade weil er sie nie in Nostalgie verpackt, sondern immer einen Faden zum Heute spinnt) und so plastisch (gerade, wenn man sie von ihm gelesen hört), dass sich kein Wort nur der Spur nach, sondern wirklich einbrennt. Und weil auch die vier Musikerinnen und Musiker so hervorragend sind, finden sich diese „Brandspuren“ körperbedeckend von den Ohren (zwischen ihnen liegt bekanntlich das Gehirn) über das Herz (ich meine den Platz, ja: Platz, der Seele) bis hin zu den Füssen, die sich bei dieser klugen, witzigen und sensiblen alten und doch modernen Volksmusik kaum halten können, nicht im Takt zu tanzen.“

Martin Edlin, Schaffhausen

Mit ihrem Programm"Eigets" faszinierten der Berner Mundartautor Christian Schmid und die Emmentaler Band Neoländler ihr Publikum. [...] Stets unterlegte die Band Schmids Texte mit einem Klangteppich, alles wirkte wie aus einem Guss.

Monika Hartig, Berner Oberländer vom 23.10.2017

Ohne Zweifel war eines der Programm-Highlights das Spiel von Vater und Tochter Keller auf dem "Häxeschit", der Kratzzither. Der schnelle Rhythmus und die tonale Dynamik des Instruments riss einen jeden von den Kirchenbänken. ein Staunen ging reihum. [...] Berauschend und fast atemlos war der Sprechgesang im Walzertakt über den Walzer. Mit diesem Programm gelang [den Berlinger Konzerten] ein besonderes Schmankerl.

hye im Boten vom Untersee und Rhein vom 10.5.2019    

Beeindruckend, wie die an die zwanzig verschiedenen Instrumente vor dem Konzert in der Alten Kirche bereitlagen. Akkordeon, Hexenscheit, Halszither, Violine, Mundharmonika, Gitarre, Bassgitarre und viele weitere mehr. Beeindruckend, wie schnell die Mitglieder der Formation Neoländler die Zuhörer mit ihrer Musik begeisterten und in ihren Bann zogen.
Beeindruckend, mit welcher Leichtigkeit und Sicherheit die Musiker und Musikerinnen auf all den verschiedenen Instrumenten zu spielen wussten. […] Beeindruckend, wie selbstverständlich und leichtfüssig zwischen den beiden Sprachen Französisch und Deutsch gewechselt wurde. Zweisprachigkeit pur! Beeindruckend, wie viel Konzentration der Auftritt dem Erzähler und den Musikern abverlangte, damit auch ja kein Einsatz vergessen ging. Beeindruckend, wie zufrieden und glücklich die Gäste, Auftretenden und Veranstalter nach dem Konzert waren.

Cantorama Jaun, im Juni 2019

Auftritte von EIGETS:

Wir sind mit EIGETS u. a. schon aufgetreten: im Casinotheater Burgdorf, in der Mahogany Hall Bern, in der Pfarrkirche des Klosters Paradies in Schlatt bei Schaffhausen, in der Kirche Stettlen, im Kuturhaus Sagenmatt Gisikon, im Wilden Mann Ferrenberg (mehrmals), im Schloss Schwarzenburg, im Schloss Heidegg, im Kultur Bistro in Ostermundigen (mehrmals), auf der Bühne Marbach SG, im Reberhaus Bolligen, in der Alten Kirche Härkingen, im Rietmannschen Haus Neunkirch, im Kulturkeller Gerlafingen, im Podium Spiez, in der Alten Kirche Wohlenschwil, im Schlosskeller Interlaken, im Chalet Bernau Wabern, in der Alten Moschti Mühlethurnen, im Rüttihubelbad, im Volkshaus Zürich (Reihe Volksmusig im Volkshuus), in der Cacis Mühle Grosshöchstetten, in der Alten Oele Thun, in der Kirche Berlingen im Rahmen der Berlinger Konzerte, im Cantorama Jaun, im Hotel Schloss Bad Ragaz, in der Kirche Seeberg im Rahmen der Seeberger Musikträume, am Generationenfestival Thun, in der Stadtkirche Baden, im Cinéma Engelberg, im Kulturraum Die Werft Liestal, am Heiden Fastival 2023